Die SPD Vahrenwald, List-Nord und List-Süd luden am 16. Oktober zu einer Podiumsdiskussion ein, bei welcher die gegenwärtige Praxis erörtert und diskutiert, die Versorgungslage betrachtet und konkrete Einrichtungen in den Stadtteilen benannt wurden.

Auf dem Podium wurde lebhaft über alles diskutiert, was die Versorgung, Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern und Kleinkindern betrifft. Kerstin Tack, Jugendpolitische Sprecherin der SPD Ratsfraktion, Stefan Schostok , SPD-Landtagskandidat in Vahrenwald-List, Ruth Knittel, Gründerin der deutsch-spanischen Krabbelgruppe "BiKi" und Christine Volland, Interessengemeinschaft Tagesmütter e.V., thematisierten unter anderem die Anforderungen an ErzieherInnen und Tagespflegepersonen. Sie stellten fest, dass die öffentliche Wahrnehmung diese Berufsgruppe in der Regel nicht genug wertschätze. Stefan Schostok betonte, "dass diese Arbeit zukünftig eine größere Anerkennung erfahren müsse, auch durch eine Aufwertung der Ausbildung durch ein Fachhochschulstudium." Zur Sprache gebracht wurde, dass noch lange nicht alle Bedarfe an Versorgung der unter Dreijährigen gedeckt seien. Es fehlten nach Auskunft von Kerstin Tack noch rund 200 Plätze, die in der nächsten Zeit geschaffen werden sollen. Die Mittel würden dafür zur Verfügung stehen. Das Problem, unter dem die Stadtteile List / Vahrenwald leiden, sei der Platzmangel bzw. geeignete Räume für die Kinderbetreuung. Kerstin Tack rief daher auch das Publikum auf, die "Augen nach geeigneten Räumlichkeiten offen zu halten."

Auch das Publikum konnte seine Fragen an die Podiumsgäste stellen. So herrschte allgemeiner Konsens darüber, dass mehr männliche Personen im Kinderbetreuungsbereich zu wünschen seien. Zuspruch von allen Seiten gab es für die Position, dass Kinder entsprechend ihrer persönlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten gefördert werden sollten. Vor allem die Aktiven, Ruth Knittel und Christine Volland, konnten dem aus Erfahrung zustimmen.

Insgesamt war die Stimmung positiv im Bezug auf die Förderungspotentiale der Kinder, die schon früh die Möglichkeit haben, sich in Gruupen mit ihren Altersgenossen und qualifizierten BetreuerInnen auseinander zu setzen. Auch die Zuversicht, dass mehr Plätze für und in Krabbelgruppen geschaffen würden, war zu vernehmen. Der allgemeine Wunsch, dass der Rechtsanspruch ab dem vollendeten ersten Lebensjahr auf einen Platz für ein Kind unter 3 Jahren in einer Krippe, der ab 2013 spätestens kommen wird, nicht zu Lasten der Qualität der Betreuung und Förderung geht, wurde deutlich. Denn die Selbstverständlichkeit, mit der Kindern dem Lernen begegnen, solle weiter genutzt werden, um ihnen den Weg in eine chancen- und erfolgreiche Zukunft zu eröffnen.