Am 24, Januar trafen sich die Mitglieder unseres Ortsvereins mit den Mitgliedern aus dem OV Kleefeld-Heideviertel, um gemeinsam über die Nominierung von Kerstin Tack für die kommende Bundestagswahl zu entscheiden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Etwa fünf Stunden vor Beginn der Sitzung wurde bekannt, dass Martin Schulz von der SPD zum Kanzlerkandidaten für die nächste Bundestagswahl benannt wurde und außerdem den Parteivorsitz von Sigmar Gabriel übernehmen solle. Dies nahm der NDR zum Anlass, im Vorfeld der Versammlung einige Meinungen der Parteibasis einzufangen, und war mit Ü-Wagen und Kamerateam vor Ort.

Mit etwas Verzögerung konnte dann aber bald die Versammlung eröffnet werden, das Grußwort hielt Marc-Dietrich Ohse, Ortsvereinsvorsitzender des OV Kleefeld-Heideviertel, in dessen Gebiet die Versammlung stattfand.

Anschließend hatte Kerstin Tack die Möglichkeit, ihre erneute Kandidatur einzubringen und sich und ihre inhaltlichen Schwerpunkte für die nächsten vier Jahre vorzustellen. Außerdem blickte sie zurück auf die letzte Legislaturperiode, in der man zwar viele sozialdemokratische Inhalte platzieren konnte, jedoch auch einige Kompromisse schließen musste. Insgesamt zog Kerstin Tack ein positives Fazit der Regierungszeit in Anbetracht der Umstände, zumal sich während der gesamten Wahlperiode zeigte und immer noch zeigt, dass die SPD inhaltlich tonangebend in der großen Koalition ist.

Es bleibt aber immer noch viel zu tun. Immer mehr Menschen sind von Altersarmut bedroht, die Einkommen und Vermögen klaffen immer weiter auseinander und ein nicht geringer Anteil der Bevölkerung fühlt sich abgehängt und von der Politik nicht mehr vertreten. Dies und noch viele andere Themen muss die SPD anpacken. Und Kerstin Tack zeigte eindrucksvoll, dass sie dies auch tun wird.

Im Anschluss erhielten die Mitglieder der beiden Ortsvereine die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Es waren auch kritische Stimmen darunter, beispielsweise, wie es die SPD wieder schaffen könne, das Vertrauen, dass durch die Agenda-Politik bei vielen verlorengegangen ist, wieder herzustellen. Viele negative Effekte seinen zwar durch die Reformen ausgelöst worden, aber zum Zeitpunkt der Einführung nicht beabsichtigt gewesen. Daher wurden in der letzten Legislatur viele Dinge auf den Weg gebracht, um Missstände abzubauen, zum Beispiel durch die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren oder die Begrenzung der Leiharbeit.

Da keine Gegenkandidaturen vorlagen, konnte die Nominierung per Akklamation durchgeführt werden. Mit einem beachtlichen Ergebnis: Sowohl der Ortsverein List-Nord als auch der Ortsverein Kleefeld-Heideviertel nominierten Kerstin Tack einstimmig als Kandidatin für die kommende Bundestagswahl.

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Marc-Dietrich Ohse, Kerstin Tack und Peggy Keller (v.l.n.r)